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Die Freundschaftswettfahrt
Bereits zwei Jahre nach Entstehung der Sektion Segeln in Neue Mühle, beschlossen die damaligen Mitglieder der BSG Aufbau Zentrum eine Regatta auf dem Heimatrevier Krimmnick/ Krüpelsee zu organisieren und durchzuführen. 
So wurde im August 1956 die 1. Freundschaftswettfahrt der BSG Aufbau Zentrum ausgerichtet. Unter der Leitung von Sportsfreund Sutter, gingen damals 20 Boote aus drei Sektionen an den Start . Zum Abend luden die „Aufbauer“ erstmalig alle Aktiven zu einem zünftigen Seglerball ein, der sich zu einer bleibenden Tradition entwickeln sollte. Die Freundschaftswettfahrt erfreute sich damals schon großer Beliebtheit bei den Berliner Segelsektionen , welches sich an ständig wachsenden Teilnehmerzahlen wieder spiegelte .So waren 1958 55 Boote in 4 verschiedenen Bootsklassen am Start.
Leider stehen dem Autor über die Entwicklung in den früheren Jahren keine detaillierten Daten und Berichte zur Verfügung, so das er soweit möglich auf persönliche Erinnerungen zurückgreifen muß.
Es wurden immer jeweils zwei Wettfahrten am 3. Augustwochenende gesegelt. Start und Ziel waren vor dem Hauptsteg. Ein Start in Richtung Krimmnicksee bedeutete das zweimalige Passieren der Inselenge und brachte manchen Segler um Nerven und Plazierung.
Mit der „Ausgrenzung“ der Teilnehmer an den DDR-Meisterschaften die häufig zeitgleich stattfanden, wurde die Freundschaftswettfahrt auch scherzhaft unter dem Namen „Bauernregatta“ bekannt. Dies wirkte sich aber auf die Stimmung und Anzahl der aktiv teilnehmenden Segler nicht negativ aus.
Während dieser Zeit wurde der Wanderpokal „Bester Gastverein“ erstmals von der BSG Leitung der BSG WBK Berlin gestiftet (1974) und ist bis zum heutigen Tag als begehrter Preis um kämpft.
Die Tradition des sogenannten Stegstartes wurde 1987 gebrochen und erstmals wurde ein Start direkt auf dem Krüpelsee durchgeführt. Damaliges Startschiff war das Motorboot „Oskar“. Mit neu ausgelegten Kursen ging es dann nur noch über den Krüpelsee.
Durch den ständigen Anstieg der Teilnehmerzahlen in nun mitunter über acht Bootsklassen entschieden sich alle Mitglieder für ihre Gäste die Hafenstände zu räumen um an Stegen der umliegenden Nachbargrundstücke ihre Boote zu verankern.
Nach der Wende sowie der Gründung des SC Krüpelsee e.V. behielt die Regatta ihren familiären Charakter. Dies führte zu bleibender Resonanz der Aktiven. Mit der Bootsklasse Korsar ,waren auch erstmals Segler aus dem westlichen Teil Berlins am Start.
1993 stiftete der Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen einen neuen Wanderpokal für den besten teilnehmenden Verein.
Im Jahre 1993 erreichte die Freundschaftswettfahrt dann ihren Teilnahmerekord. 316 aktive Segler ,davon 233 Jugendliche, in insgesamt 209 Booten aus 25 Vereinen nahmen teil. Dies ist bis zum heutigen Tag der absolute Rekord. So muß der Fehler am Samstag bei der Erfassung des Zieldurchgangs von immerhin 83 Optis und 26 Cadets verziehen werden. Da Sonntag, auf Grund der unkonstanten Windbedingungen, kein weiteres Rennen gestartet werden konnte, mußten die Optis und Cadets nur mit einer Teilnehmerurkunde die Heimreise antreten.
1994 erhielt die Regatta den Ranglistenstatus für die Klassen Ixylon und 15-er Jollenkenkreuzer.
Höhepunkt der Veranstaltung bleibt der schon seit Beginn der Regatta traditionell gepflegte „Seglerball“. Volle Bootshallen zeugen Jahr für Jahr von der Beliebtheit dieser Veranstaltung weit über den aktiven Teilnehmerkreis hinaus. Ob Livemusik der legendären Bockbier-Blues Band oder die bewährten DJ‘s, die Stimmung war meist kaum zu toppen.
Zusammenfassend ist festzuhalten das die Freundschaftswettfahrt beim SC Krüpelsee bei vielen Seglern aus Berlin und Umgebung ein fest eingetragenes Event im alljährlichen Terminkalender war und sicherlich auch bleiben wird.
Andreas Wilma
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